Freitagsfinanzen

Meine Envelopes 2022

Ich habe ja schon im letzten Beitrag kurz erwähnt, dass mein Mann nicht so richtig motiviert ist, was unsere Finanzplanung angeht. Das ist im Moment für mich zwar ok, aber langfristig möchte ich den Zustand gerne ändern.

Für den Moment, also für dieses Jahr aber, habe ich mir 3 klitzekleine Spar-Challenges gestellt, die kein monetäres Endziel haben, sondern eher Spaß machen sollen.

  • die Wechselgeld-Challenge:
    Jede Woche leere ich meinen Geldbeutel und alles an Münzen kommt in dieses Kuvert. (Ok fast, die 50 Cent Münzen lege ich Beiseite für das Taschengeld meiner Tochter) Wie ihr auf dem Kuvert erkennen könnt, ist dieses Kuvert etwas ausgebeulter als die anderen. Da werde ich wohl Ende des Monats mal rangehen müssen und die Münzen in Scheine und größere Münzen wechseln müssen.
  • Urlaubskasse:
    Dies ist ein Just-for-Fun Kuvert. Es spiegelt nicht die tatsächlich geplanten Ausgaben für unseren Urlaub wieder. Aber dahinein ist zum Beispiel unser Weihnachtsgeld geflossen. Bisher wurde das immer einfach in die normale Haushaltskasse eingezahlt, aber das möchte ich nicht mehr, sondern dieses Jahr werde ich Geldgeschenke in dieses Kuvert stecken.
  • 52-Woche-Sparen:
    Davon habt ihr sicher schon einmal gehört. Jede Woche wird ein bestimmter Geldbetrag gespart. In Woche 1 1 €, in Woche 2 2 €, usw. Am Ende des Jahres hat man dann idealerweise 1378 € gespart. Dadurch, dass man mit relativ kleinen Beträgen anfängt, ist die Überwindung am Anfang nicht so groß. Wenn man dann zu den großen Beträgen kommt, ist hoffentlich schon so etwas wie eine Routine eingetreten. Mal sehen, wie das läuft. Idealerweise steht am Ende natürlich der tatsächliche Sparbetrag, wenn nicht dann ist es eben weniger.

Warum ich das jetzt mache? Ich tue mir immer wieder extrem schwer, mich ans Budget zu halten und falle immer wieder auf „Belohnungskäufe“ zurück. Das möchte ich in diesem Jahr umkehren, in Belohnungssparen. Ich bin gespannt wie es läuft.

Wie sehen eure Kuverts dieses Jahr aus? Habt ihr auch „Spaß-Sparziele“?

Heute habe ich nichts geschafft

Mein Wecker klingelt seit einiger Zeit um 4.45 Uhr.

Aufs Aufstehen folgt Duschen, Anziehen, Brotzeit für den Kindergarten vorbereiten, Frühstücken, Kinder wecken und anziehen, Frühstück für die Kinder, Zähne putzen, Taschen packen und das Haus verlassen.

Dann ist es 8 Uhr.

Nachdem die großen Kinder im Kindergarten abgeliefert wurden folgen eine oder mehrere der folgenden Tätigkeiten:

  • Wäsche sortieren, waschen, aufhängen, zusammen legen, aufräumen
  • Aufräumen
  • Saugen, Putzen
  • Essensplan erstellen, Einkaufslisten erstellen, Einkäufe bestellen und Einkaufen
  • Kleinkind unterhalten, spielen, lesen, Wickeln, ins Bett bringen…
  • Mahlzeiten für den Rest des Tages vorbereiten

Nach dem Mittagessen geht es wieder los zum Kindergarten. Den Nachmittag verbringen wir bei schönem Wetter draußen, sonst beschäftigen wir uns drinnen. Spielen, Singen, Turnen, Streit schlichten, Basteln,…

Unsere Abendroutine beginnt mit dem Brotzeit machen gegen 16.30 Uhr. Meistens gibt es dann auch eine Sendung mit der Maus oder etwas anderes ausgewähltes im Fernsehen. Nach knapp 2 Jahren Pandemie habe auch ich mich vom schlechten Gewissen verabschiedet und nutze die halbe Stunde Ruhe…

Wir essen zu Abend, räumen auf. Dann geht es ins Bad Zähne putzen, Waschen oder Duschen, Gute-Nacht Geschichte, Lieder, Einschlagbegleitung… Bis das letzte Kind schläft ist es 20.30 Uhr.

Seid ihr auch erschöpft? Schon vom bloßen Schreiben hier wird mir schwindelig. Und doch habe ich Abends oft das Gefühl nichts geschafft zu haben. Die vielen kleinteiligen, oft unterbrochenen Tätigkeiten geben mir das Gefühl, nichts richtig abzuschließen. Es wartet immer noch eine Waschmaschine mit Wäsche, die Spülmaschine will wieder ausgeräumt oder eingeräumt werden…

Freitagsfinanzen

Mein Budget im Januar und Februar

Nach dem Erfolg letztes Jahr mit der regelmäßigen Budgetführung möchte ich auch dieses Jahr so weitermachen. Mein Jahresbudget steht und so legte ich im Januar gleich los.

Da wir die erste Woche zu Hause „im Urlaub“ waren und dann noch 2 Wochen in Isolation/Quarantäne war es ein sehr ruhiger Monat und wir konnten unser Budget gut einhalten.

Für den Februar sieht es momentan auch gut aus. Allerdings habe ich Anfang diesen Jahres einige Dinge festgestellt:

  1. Wir benötigen unbedingt eine Sparkategorie „ungeplante Ausgaben, die KEINE Notfälle sind“. Beispiel für diesen Monat: Schulranzen für unsere Tochter. Ich hatte den irgendwie für keine Kategorie auf dem Schirm. Vielleicht hilft für die Zukunft ein „Bildungsfonds“ oder eben eine Kategorie „ungeplante Ausgaben ohne Notfall“
  2. Manchmal muss ich mich unglaublich am Riemen reißen mit ungeplanten Ausgaben. Da ein Stoff, hier ein Buch, dort etwas zum Basteln. Das ist immer noch meine größte Schwäche! Ich möchte gerne in einem der nächsten Monate einmal versuchen, nur mit Bargeld zu zahlen. Vielleicht hilft mir das, wenn meine Bankkarte nicht immer zur Hand ist. Aber momentan habe ich noch etwas Respekt davor. Ich habe mich einfach soooo an die Kartenzahlung gewöhnt.
  3. Mein Mann ist im Thema Finanzen absolut unmotiviert. Obwohl er momentan den Hauptteil unserer Einnahmen erwirtschaftet, interessiert ihn das Thema quasi nicht. Mir ist auch noch nichts eingefallen, um seiner Motivation einen Anschub zu geben. Habt ihr da eine Idee?

Der geniale Gemüsegarten

Habt ihr schon mal was vom genialen Gemüsegarten gehört? Nein. Kein Problem, das werden wir heute ändern. Ich hatte am Anfang auch keinen blassen Schimmer und dachte, es handelte sich dabei um ein nettes Wortspiel. Dabei ist es eine geniale Art des Gärtnerns und besonders geeignet für alle mit wenig Platz!

Der geniale Gemüsegarten als Buch

Im Prinzip geht es darum in einem ca. 1m² großen Beet durch die richtige Wahl der Erde und die richtige Kombination der Pflanzen das Beste herauszuholen. Klingt kompliziert? Ist es ehrlich gar nicht.

Wie das Beet so im Jahresverlauf aussehen kann

Das Beet wird mit einer Mischung aus Kompost, Vermicult (kleine Tonkügelchen) und Torf oder Rindenhumus (ökologisch vielleicht etwas unbedenklicher) gefüllt und in 16 gleich große Quadrate aufgeteilt. In jeweils einem Quadrat wird dann eine Obst-/ Gemüsesorte angebaut, z.B. Radieschen, Salat, Karotten, Erdbeeren, Gurke und Tomate. Je nach Pflanzenart kann man ein oder mehrere Pflanzen pro Quadrat anbauen, also z.B. 9 Karotten in einem Quadrat, daneben 1 Kopfsalat.

Mit im Buch: der Saisonale Pflanzkalender

Und ich muss sagen, das System ist schon ziemlich schlau und auch für absolute Anfänger echt genial. Wenn man sich einfach an die Anleitung hält, klappt zumindest ein bisschen etwas garantiert. Natürlich gibt es noch ein paar Gegner, z.B. Schnecken oder wenn man vergisst zu gießen. Aber ansonsten ist es einfach ein klasse System.

Da alle meine Beete etwas andere Formate haben, improvisiere ich meistens etwas, aber gerade für kleine Gärten oder auf der Terasse/dem Balkon kann man mit diesem System echt viel rausholen.

Habt ihr schon mal vom genialen Gemüsegarten gehört oder sogar schon Erfahrungen damit gemacht? Für alle Interessierten hier noch mal der Link zur Internetseite: Der Geniale Gemüsegarten

Dieser Post enthält unbezahlte Werbung 🙂

Mein Garten im Januar

Eine meiner liebsten Kindheitserinnnerungen ist der Garten meiner Oma. Himbeeren naschen frisch vom Strauch oder die Karotten frisch aus der Erde in den Mund. 🙂 Das war nicht nur gut für die Laune, sondern bestimmt auch etwas fürs Immunsystem. Später änderten sich dann meine Interessen und heute finde ich es ein bisschen schade, dass ich nicht mehr von ihr gelernt habe. Immerhin den grünen Daumen scheine ich geerbt zu haben.

Mein erster Kräutergaren auf dem Balkon

Mit dem ersten eigenen Balkon kehrte auch das Interesse fürs Gärtnern zurück. Was mit ein paar Kräutern auf dem Balkon begann ist heute zu einem knapp 1000 m²großen Garten geworden. Keine Sorge, ich baue nicht auf der kompletten Fläche Obst und Gemüse an. Den Großteil der Fläche teilen sich die Spielgeräte der Kinder und die Obstbäume auf. Und dann bleibt noch eine kleine Fläche für Gemüse, Blumen, etc…

Unser Gemüsegarten

Jetzt im Januar sieht alles noch ziemlich trist und grau aus, einzig der Salbei im Vordergrund lässt sich vom Winter nicht beirren. Im Hintergrund seht ihr noch die Sonnenblumen vom letzten Jahr, die lassen wir über den Winter für die Insekten und Vögel stehen. Dazwischen ist die Freifläche für unsere Beete.

Pflanzplanung für 2022

Die Fläche ist ca. 12 x 4 m. Die Pflanzumrandung bleibt jedes Jahr gleich oder ähnlich, also Salbei, Lavendel, Immergrün, Heidelbeeren und Rhabarber. Die Bepflanzung dazwischen wechselt immer mal wieder durch. Das Kartoffelbeet mit den Gemüsebeeten….

Dieses Jahr möchte ich mit den Kindern gerne zum ersten Mal Erbsen, Bohnen und Auberginen anbauen. Ich bin gespannt, ob das was wird. Die Kartoffeln sind tatsächlich schon zum Dauerbrenner geworden. Anfangs war ich skeptisch, aber sie sind wirklich pflegeleicht, wenn man die Kartoffelkäfer im Griff behält.

Jetzt im Januar war im Garten noch nicht viel zu tun. So habe ich meine Gemüseliste für dieses Jahr erstellt und die Samen bestellt:

  • Karotten
  • Kohlrabi
  • Mangold
  • Rote Bete
  • Radieschen
  • Salat
  • Erdbeeren
  • Mais
  • Bohnen
  • Erbsen
  • Zucchini
  • Paprika
  • Auberginen
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Sonnenblumen
  • Bienenblumen

Für den Herbst möchte ich noch folgende Sachen ausprobieren:

  • Grünkohl
  • Lauch
  • Rosenkohl
  • Feldsalat
  • Postelein

Und dann habe ich noch ein paar Sachen, die ich im restlichen Garten verteilen werde:

  • Kürbisse
  • Süßkartoffeln

Wenn ich das so durchlese kriege ich tatsächlich ein bisschen Respekt vor meinem eigenen Plan… Aber das wird schon. Jetzt geht es also ans vorziehen auf der Fensterbank. Das zeige ich euch dann das nächste Mal.

Wie sieht es denn bei euch aus? Habt ihr auch einen Balkon oder Garten oder ist das Gärtnern eher nichts für euch?